Gasflaschen im Sommer: Was ist zu beachten?

5 kg Gasflasche

Wie groß ist die Gefahr, wenn Gasflaschen im Sommer in der prallen Sonne stehen? Dürfen Hausbesitzer die Gasflaschen im Unterschrank des Grills lagern und wie lassen sich mögliche Risiken mit der richtigen Lagerung bestmöglich ausschließen? Gasflasche.de geht diesen Fragen auf den Grund und gibt wichtige Tipps zur Gasflaschenlagerung im Sommer.

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Gasflaschen im Sommer: Was passiert bei hohen Temperaturen?

Klettert das Thermometer im Sommer weit nach oben, ziehen viele Hausbesitzer den Gasgrill der eigenen Küche vor. Kein Wunder: Lassen sich doch unterschiedlichste Speisen in geselliger Runde unter freiem Himmel zubereiten. Geht es um die Lagerung von Gasflaschen im Sommer, sind Grillmeister allerdings unsicher: Darf die Flüssiggasflasche in der Sonne oder im Unterschrank des Gasgrills stehen, auch wenn die Außentemperaturen Werte von 30 Grad Celsius überschreiten? Die Antwort ist ja. Allerdings sind einige Punkte zu beachten. Erklären lassen sich diese mit dem Verhalten von Gas bei hohen Temperaturen.

Wie verhält sich eine Gasflasche in der Sonne?

Propangas, Butangas und Flüssiggas, das aus Gemischen dieser Stoffe besteht, dehnt sich mit steigenden Temperaturen aus. Liegt der Druck in einer Propangasflasche bei 20 °C bei etwa 7 bar, erreicht dieser bei etwa 40 Grad Celsius einen Wert von rund 14 bar. Bei Butan steigt der Druck etwas langsamer an. So steht das Gas bei 20 Grad Celsius unter einem Druck von etwa 2,5 bar. Bei 40 Grad Celsius steigt der Wert auf rund 4 bar an. So zeigt es die folgende Dampfdruckkurve, deren Werte in etwa dem Druck in einer Flüssiggasflasche entsprechen.

Dampfdruckkurve zur Verdeutlichung Gasflaschen im Sommer

Gasflaschen sind nie zu 100 Prozent gefüllt

Anbieter befüllen Gasflaschen genau wie Flüssiggastanks nicht randvoll. Flüssiggastanks werden bis zu 85 % gefüllt, Gasflaschen zu 80 %. Auf diese Weise bleiben immer mindestens 20 Prozent des flexiblen Energieträgers in der gasförmigen Phase bestehen. Dieser Puffer dient der Versorgung der angeschlossenen Gasgeräte und sorgt dafür, dass der Druck von Gasflaschen im Sommer nicht zu schnell ansteigt. Wichtig zu wissen ist, dass der Druck von flüssigem Propan oder Butan mit zunehmenden Temperaturen deutlich schneller steigt. Bei vollgefüllten Behältern wäre das Explosionsrisiko daher höher.

Hohe Anforderungen sorgen für Sicherheit

Flüssiggas ist ein vielfältig und mobil einsetzbarer Brennstoff mit vielen Vorteilen. Von dem Gas, das sich in flüssiger Form lagern und transportieren lässt, geht allerdings auch eine gewisse Gefahr aus. Um die Risiken auf ein Minimum zu reduzieren, müssen Druckgasflaschen (alle Gasflaschen mit einem Druck von über einem bar) heute hohe Anforderungen erfüllen. Diese ermöglichen den sicheren Einsatz der Behälter und sorgen außerdem dafür, dass Gasflaschen im Sommer nicht bersten. Zu erfüllen sind dabei unter anderem folgende Anforderungen:

  • Gasflaschen müssen hohem Druck standhalten
  • Ventile müssen zuverlässig und dicht schließen
  • Sicherheitsventile lassen im Ernstfall Gas entweichen

Für die Einhaltung der Vorschriften sind die Eigentümer der Flüssiggasflaschen verantwortlich. Bei Behältern zur Miete, zum Tausch oder bei sogenannten Pfandgasflaschen sind das in der Regel die Flüssiggasanbieter.

Prüfsiegel stehen bei Gasflaschen im Sommer für Sicherheit

Um das Risiko von Druckbehältern auf ein Minimum zu reduzieren, unterliegen diese einer regelmäßigen Prüfpflicht. Unabhängige Institutionen wie der TÜV beaufschlagen die Behälter dabei mit einem deutlich höheren Druck als im Alltag üblich. Sie kontrollieren damit die Dichtheit der Gasflaschen und stellen sicher, dass Anbieter diese problemlos in Umlauf bringen dürfen.

Übrigens: Flüssiggasflaschen sind spätestens alle 10 Jahre zu kontrollieren. Wann die letzte Untersuchung erfolgte und welcher Prüfdruck dabei verwendet wurde, können Verbraucher am Aufdruck der Behälter ablesen.

Ventile der Gasflaschen müssen dicht schließen

Um zu verhindern, das größere Mengen Flüssiggas unbemerkt aus dem Behälter austreten, müssen auch die Ventile der Gasflaschen intakt sein. Wer sich für Tausch-, Miet- oder Pfandflaschen entscheidet, geht hier auf Nummer sicher. Denn dabei sind die Gasanbieter für die Sicherheit verantwortlich.

Sicherheitsventil schützt die Gasflasche im Sommer

Wichtig für den sicheren Einsatz von Gasflaschen im Sommer ist außerdem ein Sicherheitsventil. Dieses öffnet sich bei einem voreingestellten Druck von allein und lässt etwas Gas ausströmen. Das sorgt für Entspannung im Inneren der Behälter und dafür, dass der Druck nicht weiter ansteigt. Sinkt er unter den Ansprechdruck des Sicherheitsventils, verschließt sich dieses selbsttätig und kein Gas strömt mehr aus. Das Sicherheitsventil ist mit dem Absperrventil kombiniert und bei Propan an einer roten Kappe zu erkennen. Handelt es sich um Butangasflaschen, hat die Kappe am Sicherheitsventil hingegen eine blaue Farbe. Diese Unterscheidung ist nötig, da beide Arten von Flüssiggas ein anderes Temperatur-Druck-Verhalten aufweisen. So geht aus der Dampfdruckkurve hervor, dass der Propangasdruck temperaturabhängig deutlich schneller steigt, als der Druck von Butangas.

Das Ventil schützt die Gasflasche im Sommer vor zu hohen Druckwerten und ist daher auch Pflicht. Die entsprechenden Anforderungen finden sich in den DVGW-Arbeitsblättern:

  • G 608 für Boote
  • G 607 für Freizeitfahrzeuge
  • G 612 für Freizeit-Anwendungen

Gasflaschen im Sommer: Die richtige Lagerung

Auch wenn Gasflaschen in der Sonne oder im Unterschrank des Gasgrills lagern, besteht im Normalfall keine Gefahr. Um mögliche Risiken bestmöglich ausschließen zu können, sollten Verbraucher dennoch einige Punkte beachten. Welche das sind, verraten wir in den folgenden Abschnitten:

Tipp 1: Der optimale Standort für die Gasflasche im Sommer

Der beste Platz zum Lagern der eigenen Flüssiggasflaschen ist an einem trockenen, beschatteten und gut belüfteten Ort. Die Trockenheit ist wichtig, um den Stahlkörper der Behälter vor Korrosionserscheinungen zu schützen. An schattigen Plätzen steigt der Druck in der Gasflasche auch im Sommer nicht zu stark an. Die Belüftung ist darüber hinaus wichtig, damit eventuell ausgetretenes Flüssiggas schnell entweichen kann. Denn das Gas ist schwerer als Luft. Es verdrängt den Sauerstoff und kann in unbelüfteten Räumen der Gesundheit schaden. Außerdem entsteht eine explosive Atmosphäre, wenn sich Propan- oder Butangas mit Sauerstoff vermischt.

Tipp 2: Gasventil nach der Verwendung zudrehen

Gasschläuche, Druckregler und Armaturen sind nicht zu 100 Prozent dicht. So ist es wichtig, die Ventile der Gasflaschen im Sommer nach dem Gebrauch zuzudrehen. Das Gleiche gilt auch für die übrige Zeit im Jahr. Hier sollten Verbraucher die Verbindung zwischen Gasgrill und Flüssiggasflasche am besten ganz trennen. Die Lagerung im Unterschrank von Gasgrills ist dabei kein Problem.

Tipp 3: Restliches Gas aus dem Schlauch entfernen

Am sichersten ist es, den Gasschlauch nach dem Grillen leer zu fahren. Dazu drehen Verbraucher zunächst das Ventil am Vorratsbehälter zu. Ist das Flüssiggas aus Schlauch und Grill entweicht, drehen sie auch Letzteren ab. Wenn der Gasgrill schon abgestellt war, öffnen Verbraucher die Gaszufuhr an diesem noch einmal kurz, nachdem sie das Ventil der Gasflasche im Sommer abgesperrt haben.

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