Mobiler Gasstromerzeuger: Funktion, Kosten und Vorteile

mobiler Gasstromerzeuger für Benzin und Flüssiggas

Mobile Gasstromerzeuger versorgen die verschiedensten Bereiche mit elektrischer Energie. So arbeiten sie als Notstromaggregate bei einem Stromausfall oder als Gasgenerator beim Campen. Aber auch im eigenen Garten, bei Events oder auf Baustellen sorgen mobile Gasstromerzeuger für größtmögliche Unabhängigkeit. Flüssiggas1.de informiert über den Aufbau, die Funktion und die Kosten der mobilen Gasgeneratoren. Außerdem zeigen wir Gründe, aus denen Gasstromerzeuger konventionellen Benzin- und Diesel-Generatoren vorzuziehen sind.

Die Themen im Überblick:

Aufbau und Funktionsweise mobiler Gasstromerzeuger

Ein mobiler Gasstromerzeuger nutzt physikalische Gesetzmäßigkeiten, um Bewegungsenergie in elektrischen Strom umzuwandeln. Damit das funktioniert, bestehen die Aggregate aus einem Motor und einem Generator. Der Motor verbrennt Erd- oder Flüssiggas (in der Regel Propangas). Dabei erzeugt er mechanische Bewegungsenergie, die direkt auf den Generator übergeht. Letzterer besteht dabei aus einem feststehenden Stator und einem beweglichen Rotor. Während sich am Rotor ein Magnet befindet, sitzen am Stator Spulen mit Eisenkern. Dreht sich der Magnet nun innerhalb der Spulen, entsteht elektrische Energie, die sich über Anschlüsse abgreifen lässt.

Moderne Alternative: Inverter-Generatoren für Gas

Konventionelle Generatoren weisen dabei einen erheblichen Nachteil auf: Die erzeugte Spannung kann teilweise um 25 Prozent schwanken. Während das bei vielen Haushalts- oder Baugeräten kein Problem ist, können sensible Apparate wie Smartphones, Tabletts oder Laptops dabei kaputt gehen. Einfache mobile Gasstromerzeuger sind in diesem Fall also eher nicht geeignet. Eine Alternative dazu sind moderne Inverter-Generatoren. Diese verfügen über eine elektrische Drehzahlregelung, wodurch sich die Spannung optimal und zuverlässig an den Strombedarf der angeschlossenen Geräte anpassen lässt. Die mobilen Gasstromerzeuger verfügen darüber hinaus auch über ein gekapseltes Gehäuse. Dabei befindet sich eine schalldämmende Hülle um den Motor, die einen besonders leisen Betrieb ermöglicht. Einziger Nachteil: Durch die verbaute Elektronik sind Inverter-Generatoren weniger robust, als konventionelle Flüssiggas Stromgeneratoren.

Verschiedene Bauarten mobiler Gasstromerzeuger

Wer einen mobilen Gasstromerzeuger kaufen möchte, hat heute verschiedene Ausführungen zur Auswahl. Am günstigsten sind einfache, luftgekühlte Geräte. Sie bestehen in der Regel aus einem stabilen Stahlrahmen, der Motor und Generator vor Beschädigungen schützt. Ohne schalldämmende Hülle sind die Stromerzeuger allerdings ziemlich laut. Anders ist das bei Großgeräten. Hier sind Motor und Generator von einem Gehäuse umschlossen. Leistungsstarke Geräte verfügen außerdem über eine wirkungsvolle Wasserkühlung und sind aufgrund des hohen Gewichts meist für den Transport mit Staplern vorbereitet.

Brennstoffversorgung mobiler Flüssiggas Stromerzeuger

Mobile Gasstromerzeuger arbeiten grundsätzlich mit Erd- oder Flüssiggas. Ersteres lohnt sich immer dann, wenn ohnehin ein Gasanschluss im Haus vorhanden ist. Da das im mobilen Einsatz eher selten vorkommt, verbrennen viele Gasgeneratoren Flüssiggas. Der Rohstoff lässt sich dabei in Gasflaschen, mobilen Gastanks oder fest installierten Flüssiggastanks bevorraten. Da Flüssiggas im Gegensatz zu Benzin oder Diesel nicht gewässerschädigend ist, gibt es heute kaum Einsatzgrenzen für mobile Gasstromerzeuger.

Gasflaschen für mobile Gasstromerzeuger

Flüssiggas ist heute in unterschiedlichen Flaschengrößen erhältlich. So gibt es Behälter für 3, 5, 11, 19 und 33 kg Propangas. Welche dabei für den Gasgenerator geeignet ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zum einen entscheidet die geplante Nutzungszeit. Wer den Gasgenerator im Wohnmobil, beim Campen oder im eigenen Garten nur kurz oder vorübergehend benötigt, kann dabei eine kleinere Gasflasche kaufen. Benötigen Hausbesitzer, Anlagenbetreiber oder Handwerker den mobilen Gasgenerator sehr häufig, fahren sie mit einer größeren Gasflasche besser. Für den Einsatz auf großen Baustellen oder als Notstromaggregat sind mobile Gastanks mit einem Füllgewicht von 320 kg die beste Wahl.

Neben der Nutzungszeit hängt die passende Flaschengröße auch von der Leistung mobiler Gasstromerzeuger ab. Denn bei einem zu hohen Gasverbrauch können ungeeignete Behälter gefrieren und das Brenngas steht dann für kurze Zeit nicht mehr zur Verfügung. Wie viel Gas die verschiedenen Gasflaschengrößen abgeben, zeigt die folgende Tabelle.

Gasflaschengröße für mobile Gasstromerzeuger kurzfristige Entnahme periodische Entnahme dauerhafte Entnahme
5 kg Gasflasche 1,5 kg/h 0,5 kg/h 0,2 kg/h
11 kg Gasflasche 2,0 kg/h 0,8 kg/h 0,3 kg/h
33 kg Gasflasche 3,0 kg/h 1,8 kg/h 0,6 kg/h
2.700 l Gastank

(oberirdisch Sommer)

35,0 kg/h 14,0 kg/h 11,0 kg/h
2.700 l Gastank

(oberirdisch Winter)

7,0 kg/h 3,0 kg/h 2,0 kg/h
2.700 l Gastank

(unterirdisch)

43,0 kg/h 8,0 kg/h 3,0 kg/h

 

Wie viel Flüssiggas ein Gasgenerator benötigt, erkennen Anwender in der Regel auf dem Typenschild oder in der technischen Produktbeschreibung.

Hybridgeräte für Flüssiggas und Benzin

Wer sich besonders flexibel auf verschiedenste Situationen einstellen möchte, kann auch einen hybriden Generator kaufen. Die Geräte arbeiten dann mit Benzin oder Flüssiggas. Während Ersteres in einem integrierten Kleintank lagert, lässt sich Flüssiggas auch hier in Gasflaschen oder Flüssiggastanks bevorraten.

Einsatzbereiche und Leistungsklassen im Überblick

Flüssiggas Stromerzeuger sind heute in den verschiedensten Leistungsklassen erhältlich. Während Geräte mit wenigen Hundert Watt genug Energie zum Campen oder für das Mobilheim liefern, kommen Generatoren mit einer Leistung von 2 bis 8 kW auch zur Notstromversorgung in Wohngebäuden zum Einsatz. Größere Geräte sichern den Betrieb von Krankenhäusern, Pflegeheimen oder Hotels ab. Sie kommen aber auch auf Baustellen zum Einsatz und erreichen eine Leistung von bis zu 100 kW.

Kosten mobiler Gasstromerzeuger: Kauf und Betrieb

Wie viel Flüssiggas Stromerzeuger kosten, hängt von der Leistung und der Ausführung ab. Grundsätzlich sind luftgekühlte Kleingeräte ohne schalldämmende Hülle günstiger. So gibt es Generatoren mit bis zu 5 kW für 500 bis 2.500 Euro. Schallgedämmte mobile Gasstromerzeuger mit bis zu 10 kW kosten bereits 2.500 bis 10.000 Euro. Wassergekühlte Großgeräte sind deutlich preisintensiver. So gibt es Gasgeneratoren mit einer Leistung von bis zu 40 kW für 20.000 bis 40.000 Euro. Leistungsstärkere Aggregate schlagen hingegen mit bis zu 80.000 Euro zu Buche.

Betriebskosten der Gasstromgeneratoren hängen von der Laufzeit ab

Neben den Anschaffungskosten interessieren sich viele Käufer auch für die Betriebskosten der mobilen Gasstromerzeuger. Da diese von der Leistung und der individuellen Nutzungszeit abhängen, lassen sie sich allerdings kaum pauschal angeben. Aufschlussreich ist hier aber ein Vergleich der Energiekosten verschiedener Brennstoffe. Vor allem dann, wenn es um die Entscheidung zwischen Benzin- und Gasgeneratoren geht. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick.

Brennstoff Energiekosten pro kWh
Flüssiggas (LPG, Großabnahme) 5,94 ct/kWh
Flüssiggas (LPG, Flaschenfüllung) 8,89 ct/kWh
Diesel 12,6 ct/kWh
Benzin 16,0 ct/kWh

 

Hinweis: Die Preisangaben verstehen sich als Richtwerte, die abhängig von der Bestellmenge und den aktuellen Preisen auch anders ausfallen können.

Die Tabelle zeigt, dass Flüssiggas um einiges günstiger als Benzin oder Diesel ist. Das gilt vor allem dann, wenn der Rohstoff in einem großen Tank lagert und in größeren Mengen bezogen werden kann.

Vorteile und Nachteile der Flüssiggas-Stromerzeuger

Flüssiggas ist ein flexibel einsetzbarer Rohstoff, der sich in Gasflaschen oder Flüssiggastanks bevorraten lässt. Anders als Benzin oder Diesel ist Flüssiggas außerdem nicht gewässerschädigend. Das heißt: mobile Gasstromerzeuger lassen sich ohne Bedenken in nahezu jeder Region einsetzen. Weitere Vorteile: Flüssiggas verbrennt sauberer. Es ist heute bereits komplett regenerativ herstellbar und meist deutlich günstiger als Benzin oder Diesel. Nachteilig ist hingegen der sehr laute Betrieb. Das trifft allerdings auch auf Benzin- oder Diesel-Aggregate zu. Die folgende Tabelle stellt die wichtigsten Vor- und Nachteile im Überblick zusammen.

Vorteil Nachteil
Flüssiggas ist überall erhältlich lauter Betrieb der Stromgeneratoren
Gas-Generatoren sind in nahezu jeder Region einsetzbar teilweise hohe Anschaffungskosten
günstiger Betrieb durch niedrige Flüssiggaspreise Betrieb in geschlossenen Räumen nur eingeschränkt möglich (gut belüftet und Abgasführung nach außen)
Brennstoff ist als Bio-Flüssiggas komplett regenerativ herstellbar
Flüssiggas verbrennt sauberer als Benzin oder Diesel

 

Auch im Vergleich mit Benzin- oder Diesel-Generatoren schlagen die mobilen Gasstromerzeuger deutlich besser ab. Punkten können sie dabei vor allem durch die geringeren Betriebskosten, den breiten Einsatzbereich und die sauberere Verbrennung.

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