Flüssiggas Katalytofen: Funktion und Kosten

Zündflamme am Flüssiggas Katalytofen

Der Flüssiggas Katalytofen ist ein mobiles Heizgerät, das stromunabhängig und ohne Kaminanschluss arbeitet. Es verbrennt Flüssiggas an einer speziellen Katalysatormatte und funktioniert dabei ganz ohne offene Flamme. Als Endprodukte entstehen Kohlenstoffdioxid (CO2) und Wasser. Geht es um den sicheren Einsatz der kompakten Öfen, ist jedoch einiges zu beachten. Gasflasche.de erklärt, wie ein Flüssiggas Katalytofen funktioniert, für welche Bereiche er geeignet ist und was die Geräte kosten.

Die Themen im Überblick:

Einfach erklärt: Die Funktion der Flüssiggas Katalytöfen

Der Flüssiggas Katalytofen ist ein dezentrales und mobiles Heizgerät, das sich mit Flüssiggas aus Gasflaschen betreiben lässt. Das Besondere an dem Ofen: Er arbeitet ohne offene Flamme. Denn das Gas strömt zur Verbrennung über eine metallische oder keramische Matte. Diese ist mit einem speziellen Material überzogen und wirkt als Katalysator. Nach der einfachen und sicheren Zündung mit einem Piezo-Zünder erwärmt sich die Katalysatormatte gleichmäßig und gibt wohlige Strahlungswärme ab. Sonnengleich trifft diese auf feste Gegenstände wie die menschliche Haut, was viele Nutzer als besonders angenehm empfinden. Neben der Wärme entstehen im Flüssiggas Katalytofen außerdem Kohlenstoffdioxid und Wasser, das direkt in die Luft übergeht. Anders als konventionelle Heizsysteme sorgen die Öfen also nicht für trockene Luft im Raum.

Das Raumheizvermögen verschiedener Flüssiggas Katalytöfen

Wer einen Flüssiggas Katalytofen kaufen möchte, erhält die Geräte heute in unterschiedlichen Leistungsbereichen. Üblich sind Werte von rund 1.000 bis 4.200 Watt. Das Raumheizvermögen reicht dabei aus, um Zimmer mit einer Größe von 10 bis etwa 50 Quadratmeter auf angenehme Temperaturen zu bringen. Kommen die Öfen im Außenbereich zum Einsatz, versorgen sie eine Fläche von 5 bis 15 Quadratmetern mit angenehmer Strahlungswärme. Folgende Richtwerte helfen, das passende Heizgerät auszuwählen:

  • Einsatz in Innenräumen: 100 bis 150 Watt pro Quadratmeter
  • Einsatz in Außenräumen: 200 bis 300 Watt pro Quadratmeter

Wichtig zu wissen ist, dass die benötigte Leistung zum Aufstellen in Innenräumen immer auch vom Gebäude sowie dem Komfortanspruch seiner Nutzer abhängt. So genügt in der Regel eine kleinere Leistung, wenn das Haus sehr gut isoliert ist oder Nutzer keine hohen Temperaturen benötigen.

Flüssiggasverbrauch hängt von der Heizleistung der Öfen ab

Üblicherweise lassen sich 11 kg Flüssiggasflaschen mit einem doppelstufigen Gasdruckregler an den Flüssiggas Katalytofen anschließen. Während Geräte mit einer Heizleistung von rund 2.000 Watt etwa 150 Gramm Flüssiggas pro Stunde verbrauchen, benötigen größere Heizgeräte mit einer Leistung von etwa 4.000 Watt im Durchschnitt rund 300 Gramm Flüssiggas pro Stunde. Mit einer 11 kg Gasflasche heizen größere Öfen dabei 30 bis 35 Stunden.

Einen Flüssiggas Katalytofen sicher betreiben

Bei unsachgemäßer Verwendung können von den Heizgeräten teilweise große Gefahren ausgehen. Denn die Öfen geben die Abgase frei an die Raumluft ab. Außerdem entsteht giftiges Kohlenmonoxid, wenn die Verbrennung zu wenig Sauerstoff bekommt. Beide Gase können der Gesundheit schaden und bei hohen Konzentrationen sogar tödlich wirken. Aus diesem Grund sind für den sicheren Betrieb von Flüssiggas Katalytöfen einige Voraussetzungen zu erfüllen. Die folgende Liste gibt einen Überblick.

  • Innenräume sind richtig zu belüften: Nur bei ausreichender Belüftung lässt sich sicherstellen, dass sich die Abgase der Heizgeräte nicht im Raum ansammeln. Außerdem ist Sauerstoff erforderlich, um eine vollständige Verbrennung zu ermöglichen und der Entstehung von Kohlenmonoxid vorzubeugen.
  • Aufstellung ist nicht überall erlaubt: Um einen sicheren Betrieb gewährleisten zu können, ist die Nutzung der Flüssiggas Katalytöfen nicht überall erlaubt. Verboten sind die Geräte in Räumen mit weniger als 40 Kubikmeter Rauminhalt, in Räumen unter der Erdgleiche, in Bade- oder Schlafzimmern sowie in Hochhäusern.
  • Betrieb mit doppeltem Gasdruckregler: Nutzen Verbraucher Flüssiggas-Geräte in Innenräumen, ist ein doppelstufiger Gasdruckregler zwischen Gasflasche und Verbrauchsgerät Pflicht. Die Armaturen verfügen über eine zusätzliche Sicherheitsdruckstufe, durch die im Falle eines Defektes nicht der gesamte Flaschendruck auf das angeschlossene Gasgerät wirkt.
  • Zündsicherung am Flüssiggas Katalytofen: Wenn die Gaszufuhr geöffnet, die Verbrennung aber nicht im Gange ist, strömt Flüssiggas ungehindert in den Raum ein. Eine thermoelektrische Zündsicherung stellt sicher, dass das nicht passiert. Denn sie sperrt die Gaszufuhr ab, wenn die katalytische Verbrennung nicht stattfindet.
  • Betrieb mit Sauerstoffmangelsicherung: Ohne Sauerstoff verbrennt Flüssiggas nicht vollständig und neben Kohlendioxid entsteht gefährliches Kohlenmonoxid. Um das auszuschließen, sollten die Heizgeräte für die Nutzung in Innenräumen mit einer Sauerstoffmangelsicherung ausgestattet sein. Diese schaltet die Gaszufuhr ab, bevor es zu brenzligen Situationen kommt.
  • Regelmäßige Wartung der Heizgeräte: Nur dann, wenn die Öfen richtig funktionieren, lässt sich ein ungefährlicher Heizbetrieb sicherstellen. Aus diesem Grund sollten Verbraucher ihre Flüssiggas Katalytöfen regelmäßig (am besten alle zwei Jahre) von einer Fachfirma warten lassen.
  • Betrieb unter Aufsicht von Erwachsenen: Kinder und Jugendliche können die Risiken der Heizgeräte nicht richtig einschätzen. Aus diesem Grund ist die Nutzung nur unter Aufsicht verantwortungsvoller Erwachsener erlaubt. CO- und CO2-Melder sorgen zusätzlich für ein hohes Maß an Sicherheit bei dem Betrieb in Innenräumen.

Wer die Voraussetzungen erfüllt, kann die mobilen Öfen gefahrlos in Außen- und Innenräumen verwenden. Letzteres funktioniert allerdings nur, wenn Hersteller die Geräte auch für die Aufstellung und den Betrieb in geschlossenen Räumen zugelassen haben.

Typische Kosten der kompakten Heizgeräte

Wer einen Flüssiggas Katalytofen kaufen möchte, bekommt die Geräte heute zu günstigen Preisen. So belaufen sich die Kosten bei der Anschaffung in der Regel auf 75 bis 200 Euro. Für einen sicheren Betrieb in Innenräumen kommt es dabei jedoch auf die passende Sicherheitstechnik an. Sind die im vorigen Abschnitt erwähnten Bauteile und Sicherungen nicht enthalten, sollten Verbraucher lieber zu einem teureren Gerät greifen. Die Kosten sind oft unwesentlich höher – das Gefahrenrisiko ist dafür aber deutlich geringer.

Wie viel die Geräte im Betrieb kosten, hängt von der gewählten Leistung ab. Verbrauchen Öfen mit 4,2 Kilowatt rund 300 Gramm Flüssiggas in der Stunde, entstehen Kosten von 30 bis 40 Cent pro Stunde. Entscheidend ist hier der Füllpreis für eine 11 kg Gasflasche, der heute zwischen 10 und 15 Euro liegt.

Einsatzbereiche, Vor- und Nachteile der Heizgeräte

Neben der Wärme gibt ein Flüssiggas Katalytofen auch die bei der Verbrennung entstehenden Abgase direkt an den Raum ab. Aus diesem Grund ist der Einsatz vor allem in Außenbereichen geeignet. Innenräume müssen hingegen sehr gut belüftet werden, um einen ungefährlichen Betrieb gewährleisten zu können. Frische Luft versorgt den Ofen außerdem mit Sauerstoff für die Verbrennung. Ohne diesen könnte das Heizgerät Flüssiggas nicht komplett verarbeiten und Kohlenmonoxid könnte entstehen. Das Gas verdrängt den Sauerstoff in der Raumluft und wirkt ab einer bestimmten Konzentration gesundheitsgefährdend. Mit welchen Vor- und Nachteilen die kompakten und mobilen Heizgeräte aufwarten, zeigt die folgende Tabelle.

Vorteile der Flüssiggas Katalytöfen Nachteile der Flüssiggas Katalytöfen
geringe Anschaffungskosten Abgase strömen frei in den Raum ein
hohe Heizleistung bei geringem Verbrauch Wasser kann die Luftfeuchtigkeit im Aufstellraum erhöhen
angenehme Strahlungswärme ohne ausreichend Sauerstoff entsteht giftiges Kohlenmonoxid
Betrieb ohne Strom oder Kaminanschluss Betrieb in Innenräumen nur bei sehr guter Belüftung
mobiler Einsatz durch kompakte Baugröße Heizgeräte erreichen zusammen mit Flüssiggasflaschen ein hohes Gewicht
zahlreiche Einsatzbereiche außerhalb von Gebäuden und in gut belüfteten Innenräumen nicht zur Beheizung kompletter Gebäude geeignet

 

Flüssiggas Katalytofen kaufen: Lohnt sich das?

Die Öfen sind mit zahlreichen Vorteilen verbunden. In geschlossenen Räumen können sie aber auch zu gefährlichen Situationen führen. Aus diesem Grund ist der Kauf für den Einsatz in Außenbereichen empfehlenswert. Denn hier arbeiten die Flüssiggas Katalytöfen als Terrassenstrahler, wobei sie deutlich günstiger als konventionelle Heizpilze sind. Der Einsatz in Innenräumen ist allerdings nur dann zu empfehlen, wenn Verbraucher die entsprechenden Sicherheitshinweise berücksichtigen und die Öfen nicht dauerhaft nutzen. Eine interessante und sichere Alternative ist hier die Außenwandheizung, die Abgase zuverlässig über die Fassade an die Umgebung abführt.

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