Gasbrenner: Unkraut-Abflammgerät in der Landwirtschaft

Propangasflasche für Gasbrenner als Unkraut Abflammgerät

Geht es um Unkraut, suchen Hobbygärtner genau wie Landwirte nach geeigneten Möglichkeiten, dieses effektiv zu beseitigen. Während Pflanzenschutzmittel wie das äußerst umstrittene Glyphosat der Umwelt schaden, stellen thermische Lösungen eine echte Alternative dar. So gibt es große Gasbrenner für Flüssiggas, die sich als Unkraut-Abflammgeräte in der Landwirtschaft einsetzen lassen. Gasflasche.de erklärt, wie das Unkraut Abflammen funktioniert und woher die nötige Energie eigentlich kommt.

Die Themen im Überblick:

Funktionsweise und Einsatzbereiche der Unkraut-Abflammgeräte

Die Beseitigung und Regulierung von Unkraut ist ein wichtiges Thema in vielen Bereichen. Während das in Kommunen ästhetische Gründe hat, steht das sogenannte Beikraut in der Landwirtschaft in Konkurrenz zu Kulturpflanzen. Es wächst deutlich schneller und verbraucht Wasser sowie Nährstoffe. Um das zu verhindern, können Gärtner und Landwirte Unkraut abflammen. Dazu erhitzen sie die unerwünschten Pflanzen kurzfristig. Abhängig von den vorherrschenden Temperaturen können dabei die Eiweiße gerinnen (60 bis 70 Grad Celsius) oder die Zellwände platzen und Zellwasser tritt aus (110 Grad Celsius). In der Folge vertrocknet das Unkraut. Es lässt sich einfach entfernen oder verbleibt im Boden. Die arbeiten mit einem Gasbrenner als Unkraut-Abflammgerät gehen grundsätzlich schnell vonstatten und chemische Unkrautbeseitigungsmittel wie das umstrittene Glyphosat sind nicht mehr erforderlich.

Infrarotstrahler und Gasbrenner mit offener Flamme

Zum Einsatz kommen Gasbrenner als Unkraut-Abflammgeräte, die auf unterschiedliche Art und Weise wirken. So gibt es Geräte mit offener Flamme, Infrarotstrahler und Mischsysteme. Die folgende Tabelle informiert über die Wirkweise der Technologien zum Unkraut Abflammen.

Gasbrenner als Unkraut-Abflammgerät Wirkweise
Geräte mit offener Flamme Unkrautbrenner mit offener Flamme erreichen etwa 1.800 Grad Celsius am Brennerausgang. Sie erhitzen den Boden in kurzer Zeit auf 300 bis 400 Grad Celsius und wirken sehr schnell. Das ermöglicht hohe Arbeitsgeschwindigkeiten, sorgt aber auch für einen höheren Gasverbrauch.
Infrarotstrahler zum Abflammen Gasbrenner für Unkraut-Abflammgeräte mit Infrarotstrahlung erreichen Temperaturen von 900 bis 1.000 Grad Celsius an ihrer Oberfläche. Sie sind sparsamer, wirken dafür aber weniger gründlich. So bleiben kleinere Gräser im Wärmeschatten oft unbeschadet. Nachteilig ist auch die geringere Arbeitsgeschwindigkeit.
Kombinierte Abflammgeräte Kombinierte Gasbrenner zum Unkraut Abflammen haben eine gewellte Oberfläche. Sie strahlen Wärme in verschiedene Richtungen gleichzeitig ab und verhindern den Wärmeschatten, der bei Infrarotgeräten entsteht. Kombigeräte sind energiesparend und gründlich. Die Arbeitstemperatur ist jedoch niedriger als bei Unkrautbrennern mit offener Flamme.

 

Welche Bau- und Funktionsweise die richtige ist, hängt grundsätzlich vom Einsatzgebiet und den individuellen Anforderungen an die Gasbrenner für Unkraut-Abflammgeräte ab. Geht es um eine sehr hohe Arbeitsgeschwindigkeit, sind Gasbrenner mit offener Flamme als Unkraut-Abflammgeräte geeignet. Gilt es, Energie zu sparen und Nutzpflanzen vor zu hohen Temperaturen zu schützen, sind kombinierte Unkrautbrenner die bessere Wahl.

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Landwirte und Gärtner können ihr Unkraut abflammen

Experten vermuten, dass die Bedeutung von thermischen Verfahren zu Unkrautbeseitigung immer weiter zunimmt. Denn sie funktionieren schnell und ohne giftige Substanzen. Entsprechende Gasbrenner und Unkraut-Abflammgeräte gibt es dabei für kommunale Betriebe, Gärtner und ökologische Landwirtschaften.

Alternativen zur Unkrautregulierung in der Landwirtschaft

Neben dem Einsatz von Gasbrennern als Unkraut-Abflammgeräte kommen heute auch weitere Verfahren zur Beseitigung der unerwünschten Pflanzen zum Einsatz. Neben dem Jäten von Hand (nur auf sehr kleinen Flächen praktikabel) gibt es auch eine Reihe mechanischer Lösungen. So zum Beispiel Striegel, Hacken oder Fräsen, die den Boden gleichzeitig auflockern und belüften. In Verruf stehen zunehmend chemische Verfahren, bei denen konventionelle Landwirtschaften Giftstoffe auf dem Acker ausbringen. Der Grund: Die chemischen Substanzen schaden der Umwelt. Sie töten wertvolle Insekten und bleiben als Rückstände auf den Lebensmitteln.

Unkraut-Abflammgeräte: Verschiedene Arten im Überblick

Abhängig vom Einsatzort, kommen Gasbrenner als Unkraut-Abflammgeräte heute in verschiedenen Ausführungen zum Einsatz. So zum Beispiel in Form von Dachdeckerbrennern, kompakten Schiebegeräten und landwirtschaftlichen Großgeräten.

Dachdecker-Brenner für den Einsatz auf kleinen Flächen

Möchten private Verbraucher Unkraut abflammen, nutzen sie meist sogenannte Dachdeckerbrenner. Diese bestehen aus einem Brennerstock, der direkt mit einer Gasflasche für Flüssiggas verbunden ist. Die Geräte arbeiten mit offener Flamme. Sie sind mobil einsetzbar und vergleichsweise günstig. Infrage kommen die Gasbrenner zum Beispiel als Unkraut-Abflammgeräte für Einfahrten, Terrassen oder gepflasterte Höfe. Durch die geringe Arbeitsgeschwindigkeit ist die Größe der Fläche dabei begrenzt.

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Unkraut-Abflammgeräte für den kommunalen Bereich

Gärtner und kommunale Betriebe können hingegen auf Anbau- oder Schiebelösungen (ähnlich wie Rasenmäher) mit Gasbrennern als Unkraut-Abflammgeräte zurückgreifen. Diese besitzen eine Aufnahme für 11 oder 33 kg Gasflaschen und eine Abdeckung, die umliegende Gehölze, Nutz- und Kulturpflanzen vor der großen Hitze schützt. Auf der Unterseite arbeitet hingegen meist ein Infrarotstrahler. Die Unkrautbrenner sind für größere Flächen geeignet. Sie lassen sich einfach bedienen und punkten mit einem niedrigen Energieverbrauch. Die Arbeitsgeschwindigkeit ist deutlich höher als bei manuellen Methoden zur Unkrautbeseitigung.

Gasbrenner als Unkraut Abflammgerät für die Landwirtschaft

Ökologische Landwirtschaftsbetriebe benötigen Unkrautbrenner mit höherer Leistung. Denn sie müssen in kürzester Zeit große Ackerflächen bewirtschaften. Möchten Landwirte Unkraut abflammen, setzen sie dabei auf Geräte mit einer Arbeitsbreite von bis zu drei Metern, die sich an Zugmaschinen anhängen lassen. Die Unkraut-Abflammgeräte sind dabei höhenverstellbar, schwenkbar und komfortabel aus dem Führerhaus zu bedienen.

Propangas liefert Energie zum Abflammen von Unkraut

Ganz gleich, um welchen Einsatzort es geht: Energie bekommen die Gasbrenner der Unkraut-Abflammgeräte aus Gasflaschen mit Flüssiggas. Besonders günstig ist dabei Propangas, das im Vergleich zu Butan höhere Flammtemperaturen ermöglicht. Zum Einsatz kommt es überwiegend in 11 oder 33 kg Gasflaschen. Große Unkrautbrenner für Landmaschinen lassen sich darüber hinaus auch mit mobilen Gastanks ausstatten. Diese sind an der Traktoraufhängung oder am Geräteträger der Zugmaschinen zu befestigen und fassen etwa 800 Kilogramm Flüssiggas. Bei einem Verbrauch von 100 Kilogramm pro Stunde, wie er zum Beispiel bei Krautbrennern für Kartoffeln üblich ist, reicht der Vorrat für acht volle Betriebsstunden. Im Gemüseanbau liegt der Verbrauch der Gasbrenner für Unkraut-Abflammgeräte bei etwa 50 Kilogramm, sodass sich die Maschinen ohne nachtanken 16 Stunden nutzen lassen. Kleinere Infrarot-Unkrautbrenner für kommunale Betriebe verbrauchen im Durchschnitt drei bis vier Kilogramm Flüssiggas pro Stunde. Eine 33 kg Gasflasche reicht dabei mindestens für acht Betriebsstunden.

Der Umgang mit Propangasflaschen erfordert äußerste Sorgfalt

Auch wenn Flüssiggas als mobiler Energieträger mit vielen Vorteilen verbunden ist, handelt es sich doch um einen Gefahrstoff. So verdrängt ausgetretenes Gas den lebensnotwendigen Sauerstoff. Außerdem entsteht ein explosionsfähiges Gemisch, wenn der Flüssiggasanteil (gasförmig) in der Luft zwischen zwei und zehn Prozent liegt. Um mögliche Risiken bei dem Einsatz von Gasbrennern und Unkraut-Abflammgeräten sicher auszuschließen, ist im Umgang mit dem Energieträger äußerste Vorsicht geboten. Und das bei Lagerung und Transport. Worauf es dabei ankommt, erklären wir in den Beiträgen Gasflaschenschrank, Gasflaschen-Depot & Gasflaschen-Lagerbox sowie Gasflaschen: Transport mit Sicherheit.

Vor- und Nachteile der Technik zum Unkraut abflammen

Gasbrenner und andere Unkraut-Abflammgeräte wirken sicher, schnell und zuverlässig. Sie arbeiten durch den Einsatz von Flüssiggas mit einer sauberen Verbrennung und belasten die Umwelt deutlich weniger als chemische Giftstoffe. Darüber hinaus sind die Unkrautbrenner heute in unterschiedlichsten Arten und Größen erhältlich. Sie lassen sich somit in privaten, kommunalen wie auch landwirtschaftlichen Bereichen einsetzen. Ein weiterer Vorteil betrifft vor allem den Anbau von Speisekartoffeln in der Biolandwirtschaft. Denn hier lassen sich nicht nur die störenden Beikräuter beseitigen. Indem Landwirte das Kartoffelkraut abbrennen, wirken sie auch einem zu hohen Stärkegehalt entgegen. Dieser entsteht unter anderem bei der beginnenden Abreife und beeinflusst die Kocheigenschaften negativ.

Neben den zahlreichen Vorteilen hat ein Gasbrenner als Unkraut-Abflammgerät aber auch Nachteile. Dazu zählen der höhere Energieverbrauch und der Ausstoß von Kohlendioxid, der bei mechanischen Verfahren deutlich geringer ausfällt (nur durch den Traktorbetrieb). Hinzu kommen die Risiken, die im Umgang mit Flüssiggas entstehen. Da sich auch der Boden erwärmt, wenn Landwirte Unkraut abflammen, können Nützlinge wie Laufkäfer, Kurzflügler und Spinnen gefährdet werden. Während sich diese am Tage meist unter der Erdoberfläche schützen, kommen sie erst am Abend an die Oberfläche. Zu diesem Zeitpunkt sollten Biolandwirte besser auf den Einsatz der Unkraut-Abflammgeräte verzichten.

Die nachfolgende Tabelle stellt die wichtigsten Vor- und Nachteile der Gasbrenner für Unkraut-Abflammgeräte im Vergleich dar.

Vorteile vom Gasbrenner als Unkraut-Abflammgerät Nachteile vom Gasbrenner als Unkraut-Abflammgerät
sichere, schnelle und zuverlässige Art der Unkrautbeseitigung und Krautregulierung höherer Energieverbrauch als bei mechanischen Alternativen zur Unkrautbeseitigung
in vielen Bereichen einsetzbar (Privatbereich, Kommunen, ökologische Landwirtschaft) CO2-Ausstoß bei der Verbrennung von Flüssiggas
durch Flüssiggas (Propangas) flexibel und mobil Risiken im Umgang mit Propangasflaschen und -tanks
saubere Verbrennung und geringe Umweltbelastung (vor allem im Vergleich zu chemischen Unkrautbeseitigungsmitteln) Schädigung von Insekten im Boden möglich
geeignet für die Stärkeregulierung bei dem Anbau von Speisekartoffeln

 

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