Gasflaschen: Transport mit Sicherheit  

Transport von Gasflaschen in speziellen Gitterboxen auf einem LKW

Der Transport von Gasflaschen ist mit zahlreichen Risiken verbunden. So könnte Gas in ungeeigneten Fahrzeugen austreten, die Gesundheit des Fahrers beeinträchtigen und bereits bei dem kleinsten Funken explodieren. Auch bei kleineren Unfällen führt die gefährliche Ladung unter bestimmten Voraussetzungen zu schwerwiegenden Folgen. Um diese sicher ausschließen zu können, sind beim Gasflaschen-Transport eine Reihe von Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen. Gasflasche.de zeigt, welche das sind, was bei dem fachgerechten Transportieren mit Gasflaschenwagen zu beachten ist und welche Kosten dabei anfallen können.

Die Themen im Überblick:


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Allgemeine Anforderungen an den Transport von Gasflaschen

Gasflaschen sind Druckbehälter, von denen bei unsachgemäßer Verwendung eine gewisse Gefahr ausgeht. So könnten ausgetretene Gefahrstoffe explodieren oder zu schwerwiegenden Gesundheitsschädigungen führen. Um diese Risiken auszuschließen, sind bei dem Transport von Gasflaschen zahlreiche Punkte zu beachten. Ganz allgemein geht es dabei vor allem darum, die Behälter vor dem Umfallen, Verrutschen und Zusammenstoßen zu schützen. Denn nur so lassen sich Schäden an den sensiblen Ventilen von vornherein ausschließen. Außerdem sind Gasflaschen vor dem Transport von Druckminderern und technischen Geräten zu trennen und immer richtig abzusperren. Die Ventile müssen dabei zugedreht und mit einer entsprechenden Kappe gesichert sein. Um das Explosionsrisiko bei Undichtigkeiten zu mindern, ist das Rauchen in der Nähe der Behälter untersagt. Gleiches gilt im Übrigen auch für offenes Feuer oder andere Wärmequellen. Ausgetretene Gase können darüber hinaus den Sauerstoff in der Luft verdrängen und so die Atmung beeinträchtigen. Um dem Vorzubeugen, müssen geschlossene Transportwagen für Gasflaschen unbedingt gut belüftet sein. Möglich ist das über ein entsprechendes Gebläse oder geöffnete Fenster. Die folgende Liste fasst allgemeine Anforderungen an den Druckgasflaschen-Transport noch einmal zusammen:

  • Ventile dürfen unter keinen Umständen beschädigt werden
  • Behälter vor dem Umfallen und Zusammenstoßen schützen
  • Transport von Gasflaschen ohne Verbindung zu Geräten
  • Ventile müssen geschlossen und mit einer Kappe versehen sein
  • Rauchen, offenes Feuer und hohe Temperaturen sind untersagt
  • geschlossene Transportwagen für Gasflaschen sind gut zu belüften

Wer diese Anforderungen erfüllt, schließt bereits einen Großteil der möglichen Gefahren bei dem Gasflaschentransport aus. Spezielle Anforderungen gibt es aber auch für die Mitnahme der Druckbehälter in privaten oder gewerblich genutzten Fahrzeugen.

Gasflaschen: Transport in privaten Fahrzeugen

Viele Verbraucher verwenden Flüssiggas für die eigene Heizung, den Herd oder einen Grill. Die nötigen Brennstoffe beziehen sie dabei meist aus Tankstellen, Baumärkten oder direkt von einem Gasanbieter. Liefern Händler die Gasflaschen nicht zu ihrem Bestimmungsort, sind Verbraucher selbst für den sicheren Gasflaschentransport verantwortlich. Dieser sollte am besten in einem Anhänger erfolgen. Auf diese Weise kann eventuell ausgetretenes Gas entweichen und die Gesundheit der Fahrer bleibt unbeschadet. Kommt ein Anhänger nicht infrage, raten die Experten des Industriegaseverbands e.V. von der Beförderung im Fahrgastraum nach Möglichkeit ab. Besser geeignet ist hingegen der Kofferraum oder ein Laderaum in einem Lieferwagen. Besonders wichtig beim Transportieren von Gasflaschen ist eine ausreichende Belüftung. Dabei können Verbraucher die Fenster öffnen, das Gebläse einschalten oder eine spezielle Kofferraumbelüftung verwenden. Wie bei den allgemeinen Anforderungen erwähnt, sind die Druckbehälter außerdem gegen Verrutschen, Umkippen oder Umherrollen zu sichern. Die Ventile müssen mit Verschlusskappen geschützt sein und dürfen unter keinen Umständen zu Schaden kommen. Feuerlöscher, besondere Genehmigungen oder spezielle Gefahrgutführerscheine sind für private Gasflaschentransporte allerdings nicht erforderlich. Darüber hinaus sollten Verbraucher unter anderem folgende Punkte beachten:

  • Rauchen und offenes Feuer im oder in der Nähe des Wagens sind untersagt
  • hohe Temperaturen im Fahrzeug sollten vermieden werden
  • Fahrzeuge müssen auf direktem Wege zum Bestimmungsort gefahren und unverzüglich entladen werden

Weitere Personen dürfen natürlich auch bei einem Gasflaschentransport im Auto sitzen. Ist der Transport von Gasflaschen nur im Auto möglich, sollte der Fahrer diese nicht ungesichert transportieren. Der Tüv Rheinland empfiehlt, die Gasflaschen im Kofferraum quer zur Fahrtrichtung an die Rückwand der hinteren Sitze zu legen und mit dem Gurt anszuschnallen.

Das Ventil des Gasflasche muss verschlossen und von der roten Schutzkappe überdeckt sein. Wichtig zu beachten: Auch leere Gasflaschen müssen so transportiert werden, da sie Gasreste enthalten. Im Sommer sollten die Gasflaschen nicht länger als nötig im abgestellten Wagen bleiben. Wenn es sehr warm wird, könnte der Druck in den Gasflaschen steigen.

 

Anforderungen an den gewerblichen Gasflaschentransport

Auch für den gewerblichen Transport von Gasflaschen, zum Beispiel durch Handwerksbetriebe oder Händler, gelten verschiedene Vorschriften für einen sicheren Umgang. Nachzulesen sind diese im „Europäischen Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße“ (aus dem Französischen kurz ADR).  So sollten größere Einzelflaschen lokal am besten nur mit geeigneten Flaschenkarren oder Gasflaschenwagen bewegt werden. Dabei handelt es sich um solide gebaute Handwagen, die zur Aufnahme von ein bis zwei Gasflaschen geeignet sind. Sie verfügen über Luft- oder Vollgummireifen und sind mit Spannverschlüssen oder Bügeln ausgestattet. Die Systeme schützen die Behälter vor dem Umfallen und beugen Gefahren vor.

Gasflaschentransport in Kleintransportern

Benötigen Handwerker Gase für die tägliche Arbeit auf der Baustelle, führen sie die Flaschen meist in Kleintransportern mit sich. Möglich ist das bei kleineren Mengen zum Beispiel im Laderaum. Genau wie in privaten Kraftfahrzeugen kommt es dabei aber auch hier auf die richtige Sicherung an. Am einfachsten ist es, die Behälter stehend an entsprechenden Zurrpunkten im Wagen zu befestigen. Diese müssen dabei besonders stabil und für die entstehende Last geeignet sind. Kommt die beschriebene Art des Gasflaschentransports nicht infrage, lassen sich größer Behälter liegend auch auf Paletten oder sogenannten Holzstelllagen verzurren. Letztere bestehen aus dreieckigen Kanthölzern auf einem stabilen Rahmen. Die Gasflaschen liegen dabei zwischen je zwei Kanthölzern und können gesichert mit einem entsprechenden Zurrgurt nicht verrutschen. Holzstelllager sind einfach, günstig und vergleichsweise sicher.

Wer Druckgasflaschen in geschlossenen Fahrzeugen ohne spezielle Lüftungseinrichtung transportieren möchte, darf das nur in Ausnahmefällen. An den Türen zum Laderaum ist dann eine Warnaufschrift „Achtung keine Belüftung vorsichtig öffnen“ anzubringen.

Gasflaschen: Transport auf offenen Ladeflächen

Besser geeignet sind LKWs oder Pritschenwagen, die über eine offene Ladefläche verfügen. Hier lassen sich größere Gasflaschen zum Beispiel in speziellen Röhrenhalterungen oder Kisten transportieren. Auch Gitterboxen oder sogenannte Gasflaschenpaletten kommen dabei zum Einsatz. Beide bestehen aus einem stabilen Gehäuse, in dem zum Beispiel zwölf 50-Liter-Gasflaschen stehend Platz finden. Die Behälter stützen sich gegenseitig und Beschädigungen der Ventile sind ausgeschlossen. Gasflaschen-Gitterboxen oder Paletten gibt es in unterschiedlichsten Größen. Sie sind jeweils für eine bestimmte Flaschengröße sowie -Anzahl konzipiert und lassen sich mit kleineren Behältern sogar stapeln. Wichtig zu wissen ist außerdem, dass Fahrzeuge mit gefüllten Druckgasflaschen nie unbeaufsichtigt an öffentlichen Straßen und Plätzen abgestellt werden sollten.

Schulungen und Unterweisungen für Transporteure

Die ADR unterscheidet Klein- und Großtransporte anhand entsprechender Gefahrgutpunkte. Diese ergeben sich aus der Masse des zu transportierenden Gases und einem speziellen Faktor (bei Propan zum Beispiel 3). Geht es um einen Kleintransport (< 1.000 Gefahrgutpunkte) müssen die Fahrer keine speziellen Schulungen absolviert haben. Wichtig ist aber eine regelmäßige Unterweisung (Empfehlung alle zwei Jahre) die sie über die Gefahren und das richtige Verhalten aufklärt. Großtransporte (ab 1.000 Gefahrgutpunkte) sind hingegen kennzeichnungspflichtig und nur dann erlaubt, wenn der Fahrer eine entsprechende ADR-Schulung absolviert hat. Die Seminare, die unter anderem von der DEKRA, dem TÜV oder vielen Fahrschulen ausgestellt werden, sind dabei alle fünf Jahre zu wiederholen. Außerdem müssen viele Unternehmen, die an Großtransporten beteiligt sind, auch einen Gefahrgutbeauftragten bestellen.

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Kosten für den fachgerechten Transport von Gasflaschen

Wer Gasflaschen ohne die nötigen Sicherheitsmaßnahmen transportiert, muss mit hohen Bußgeldern und Strafen rechnen. Abgesehen davon sollten private Verbraucher und Unternehmen aber auch schon aus sicherheitstechnischen Gründen auf den fachgerechten Gasflaschentransport achten. Während Gasflaschenwagen je nach Ausführung zwischen 100 und 500 Euro kosten, lassen sich einfache Holzstelllager für den liegenden Transport in Liefer- oder Pritschenwagen selbst herstellen. Die Kosten liegen dabei meist unter 100 Euro. Transportable Gestelle sind eine sichere Lösung für den stehenden Transport und schlagen mit 250 bis 500 Euro zu Buche. Größere Gasflaschenpaletten (auch Gitterboxen für Gasflaschen) sind teurer. Sie liegen je nach Größe bei 500 bis 1.000 Euro, lassen sich dafür aber oft auch stapeln. Zumindest dann, wenn sie für flachere Behälter mit bis zu 33 Kilogramm ausgelegt sind. Benötigen Unternehmen die Gitterboxen und Gasflaschenpaletten nur kurzfristig, können sie diese für 50 bis 200 Euro im Monat auch Mieten. Seminare, Fortbildungen und Auffrischungskurse für Gefahrgutfahrer, die alle fünf Jahre zu erneuern sind, kosten in der Regel zwischen 200 und 300 Euro.

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